Brauche ich ein Lektorat? – Warum professionelle Textarbeit sich lohnt
- Harlow

- 14. Mai
- 11 Min. Lesezeit
Ich soll mein Manuskript lektorieren lassen? Geld zahlen, damit jemand meinen Text zerpflückt und meine Geschichte am Ende gar nicht mehr nach mir klingt? Was soll mir das denn bringen?
Gut, dass du fragst. Denn solche Fragen und die Aussagen dahinter höre ich immer wieder von Schreibenden. Und vor ein paar Jahren dachte ich noch ähnlich.
In diesem Artikel zeige ich dir, was ein professionelles Lektorat eigentlich macht, was es dir bringt und warum es kein Grund zur Sorge, sondern eine wertvolle Unterstützung ist. Am Ende weißt du, ob du ein Lektorat brauchst. Pst, die Antwort wird dich vielleicht überraschen.

Zeit, mit ein paar Mythen über das Lektorat aufzuräumen
Warum sollte ich einer vollkommen fremden Person meinen Text zeigen? Ich habe doch Testlesende, die mir Feedback geben. Ich schreibe selbst schon so lange und weiß, was ich tue. Wieso sollte ich zulassen, dass ein Lektorat meinen Stil verhunzt? Ich sehe nicht ein, so viel Geld dafür hinzulegen, dass irgendwer mein Manuskript durchliest und mir die eigene Meinung darüber um die Ohren haut.
Ich bin selbst Autorin. Daher verstehe ich die Fragen und Bedenken, die im Hinblick auf das Lektorat geäußert werden. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie selten auf konkreten Erfahrungen, sondern fast immer auf schädlichen Mythen basieren. Mythen wie zum Beispiel:
Ein Lektorat ist immer teuer.
Lektorinnen sind auch nur Testlesende, die sich dafür bezahlen lassen.
Das Feedback eines Lektorats ist rein subjektiv.
Ein Lektorat bügelt alles glatt und zerstört damit meine Stimme.
Lektorinnen suchen nur nach dem Haar in der Suppe.
Diese negativen Takes und Ängste zum Thema Lektorat machen es vielen Schreibenden schwer, wenn sie vor der Frage stehen, ob sie ihr Manuskript professionell lektorieren lassen sollen. Wer lässt sich schon gerne die eigene Stimme und den eigenen Stil aus dem Manuskript herausbügeln? Wer lässt sich freiwillig unter einem Haufen negativem Feedback begraben? Wer steckt mal eben tausende von Euros in eine simple Testleserunde? Das macht doch niemand.
Apropos machen, diese Mythen lassen sich am besten auf ihren Wahrheitsgehalt hin abklopfen, indem wir uns ansehen, was ein Lektorat eigentlich wirklich macht. Und was es entgegen einiger landläufiger Meinungen eben nicht macht.
Was macht ein Lektorat?
Eine Lektorin liest meinen Text und schreibt mir ihre Meinung dazu, richtig?
Nicht so ganz. Natürlich liest eine Lektorin deinen Text, aber nicht wie eine (Test)Leserin es tut. Während Lesende sich im besten Fall von deinem Manuskript einwickeln lassen wie in eine gemütliche (oder unbequeme, düstere, herzzerreißende …) Decke und vollkommen darin eintauchen, bewahrt das Lektorat eine gewisse professionelle Distanz.
Zugegeben, auch mir passiert es bei richtig spannenden Geschichten, dass ich kurzzeitig meine Rolle als Lektorin vergesse und mich mitreißen lasse. Aber generell lesen Lektorinnen anders und diese Lektoratsbrille lässt sich leider gar nicht so einfach wieder absetzen, selbst wenn man ein Buch nach Feierabend nur zum Vergnügen liest.
Diese Distanz erlaubt Lektorinnen, den Text während des Lesens auf bestimmte Kriterien hin zu überprüfen und verschiedene Punkte bezüglich Inhalt und Stil abzuklopfen. Bei einem Volllektorat erfolgt in der Regel zuerst eine Prüfung des Inhalts und danach des Stils.
Bei der inhaltlichen Prüfung geht es hauptsächlich um
den Handlungsverlauf
den Spannungsbogen
die Logik
die Figuren und ihre Entwicklung
das Setting und den Weltenbau
die Erzählperspektive
die Passung ins Genre
die Markt- und Zielgruppeneignung
Bei der stilistischen Prüfung geht es z.B. um
Szenenübergänge
Bezüge
Satzstrukturen
Füllwörter und Filterwörter
Wiederholungen
Lesefluss
Ausdruck und Wortwahl
Das Feedback der Lektorin zu diesen Punkten basiert keineswegs auf ihrer subjektiven Meinung. Denn, ob du es glaubst oder nicht: Beim Schreiben gibt es nicht nur Rechtschreib- und Grammatikregeln, sondern auch Regeln und millionenfach erprobte Methoden für die Fragen
Wie muss eine Handlung aufgebaut sein, damit sie logisch ist und Lesende bei der Stange hält?
Welche Erzählperspektive eignet sich am besten für welche Art von Geschichte?
Wie lässt sich die Entwicklung einer Figur nachvollziehbar und glaubwürdig darstellen?
Welche Elemente sind im Worldbuilding unerlässlich und was erwarten Lesende von einem bestimmten Genre?
Was fördert den Lesefluss und was stört ihn?
usw.
Das Feedback der Lektorin beruht auf diesen Regeln und Methoden. Bei einem Lektorat wird es in der Regel direkt auf der Seite als Kommentar an den Rand geschrieben. Korrekturen von konkreten Fehlern werden so vorgenommen, dass du die Änderung nachvollziehen kannst, zum Beispiel mit Hilfe der entsprechenden Funktion im Schreibprogramm. Bei einem Manukriptgutachten werden keine Kommentare im Manuskript direkt gemacht, sondern du bekommst ein gesondertes Dokument, in dem du das gebündelte Feedback zu den oben genannten Punkten findest.
Immer gilt: Niemand zwingt dich dazu, das Feedback anzunehmen. Du musst Änderungsvorschläge nicht umsetzen oder Korrekturen übernehmen, wenn du anderer Meinung bist als die Lektorin. Zumindest als Selfpublisherin bist du da völlig frei. Im Verlag, besonders in großen Publikumsverlagen, mag das etwas anders aussehen. Da hat der Verlag natürlich ein Wörtchen mitzureden. Etwas Flexibilität und Offenheit für Änderungen solltest du darum mitbringen, wenn du in einem Verlag veröffentlichen möchtest.
Was bringt ein Lektorat?
In erster Linie sorgt ein Lektorat dafür, dass dein lektoriertes Manuskript auf dem bestmöglichen Stand ist. Darüber hinaus bringt es aber auch noch einige weitere Vorteile mit.
Das Lektorat eines Manuskripts macht auch deine weiteren Manuskripte besser.
Beim Schreiben ist es wie mit allem im Leben: Wir machen immer wieder dieselben oder sehr ähnliche Fehler. So lange, bis wir merken, wo der Fehler liegt und durch Ausprobieren herausfinden, wie wir diesen Fehler zukünftig vermeiden können. Dieser Prozess klingt nicht nur langwierig (und hart), er ist es auch.
Stell dir vor, deine Testlesenden brechen dein Buch jedes Mal nach Kapitel 3 ab und du weißt nicht, woran es liegt. Die Testlesenden selbst sagen nur "Keine Ahnung, aber ich hatte einfach nicht mehr das Bedürfnis weiterzulesen" oder "Irgendwas passte da nicht" oder "Die Hauptfigur fand ich nervig". All diese Aussagen bringen dich nicht wirklich weiter. Also probierst du verschiedene Änderungen aus, schreibst das Kapitel um oder gleich den ganzen Anfang, baust einen monstermäßigen Cliffhanger ans Ende von Kapitel 3, gibst deiner Hauptfigur eine andere Haarfarbe (, weil du alles andere schon ausprobiert hast, es sich aber immer noch nicht rund anfühlt). Das Ergebnis: Verzweiflung und schlimmstenfalls gibst du das Manuskript auf.
Und jetzt stell dir vor: Das ist dir schon im letzten Manuskript passiert. Genau an der gleichen Stelle, nach Kapitel 3, haben deine Testlesenden nicht weitergelesen. Aber dieses erste Manuskript hat ein professionelles Lektorat durchlaufen und deine Lektorin hat dir gesagt: "In Kapitel 3 befindet sich ein riesiger Infodump, den du wahrscheinlich in Kapitel 1 vermieden hast, um den Einstieg spannend zu halten, der nun stattdessen in Kapitel 3 Lesende aus der Geschichte reißt."
Ups, kann es sein, dass du genau diesen Fehler auch im aktuellen Manuskript gemacht hast? Du weißt sofort, wonach du suchen musst und kannst gezielt nach einer Lösung fahnden, statt im Dunkeln zu stochern. Du kannst das Problem beheben, noch bevor das Manuskript in ein Lektorat geht. Dank des Lektorats des vorherigen Manuskripts.
Dein eigenes Lektorinnen-Auge wird geschult.
Nicht wenige Autorinnen investieren für ihre ersten Manuskripte in ein Lektorat, begnügen sich ab dem sechsten, zwanzigsten, achtzigsten aber mit Stammtestlesenden. Nicht, weil sie sich denken oder gemerkt haben, dass das Lektorat ihnen nichts gebracht hat oder auf Dauer zu teuer ist. Sondern, weil sie durch die Lektorate ihrer ersten Texte selbst so viel darüber gelernt haben, was einen guten Text ausmacht, dass sie während der Überarbeitung eine eigene Lektorinnenbrille aufsetzen können.
Die meisten Lektorinnen markieren nicht nur Fehler oder kommentieren mit "Ist blöd, musst du ändern". Ein Kommentar enthält mindestens eine Erklärung, warum etwas geändert werden sollte und im besten Fall auch noch eine Idee für eine Lösung. Lektorinnen lassen dich nicht im Regen stehen, sondern geben dir konkretes Feedback mit Hintergründen, damit du verstehst, was los ist und was du tun kannst. So wird ein Lektorat zum wahren Schreibseminar, ganz ohne Prüfung am Ende. Und alles, was du dabei lernst, kannst du auf deine weiteren Texte anwenden.
Du lernst dich als Autorin und deinen eigenen Stil kennen.
Wir Autorinnen sehen oft den Wald vor lauter Bäumen nicht, wenn wir tief im eigenen Manuskript drinstecken. Objektivität? Ein neutraler Blick von außen? Locker durch die Hose atmen? Fehlanzeige.
"Diese Szene soll besonders dramatisch wirken, aber tut sie das auch?"
"Ist meine Cozy Fantasy Geschichte wirklich zum Wohlfühlen oder benutze ich dafür nicht die richtigen Wörter?"
"Ich baue immer wieder dieselben zwei Tropes in meine Bücher ein. Ist das schlimm?"
Deine Lektorin steht zwar mitten drin im Wald (a.k.a. in deinem Manuskript), aber sie hat einen Hochsitz, so ein cooles Baumhaus ganz oben im höchsten Wipfel. Von da oben kann sie alles sehen und mit Abstand betrachten. Sie kann dir sagen:
"Ja, die Szene wirkt hochdramatisch, gerade weil sie nicht laut ist, sondern leise. Das ist eine deiner absoluten Stärken."
"Deine Geschichte ist absolut Cozy, weil deine Figuren so unglaublich feinfühlig aufeinander eingehen und man sich dadurch geborgen und sicher fühlt."
"Das ist überhaupt nicht schlimm. Du bist eben die Autorin für humorvolle Grumpy & Sunshine Geschichten, in denen es irgendwann immer nur noch Ein Bett gibt."
Nach einem Lektorat kennst du deine Stärken und weißt, was deine Geschichten besonders macht. Du weißt, was du kannst und wie du das zu Papier bringst, was dir wirklich wichtig ist. So kannst du selbstsicherer auftreten und deine Texte souverän und bewusst schreiben.
So ein Lektorat kann ganz schön viel. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die es nicht leisten kann.
Was ein Lektorat nicht leisten kann (und will)
Zuerst die nicht ganz triviale Feststellung: Ein Lektorat ist kein Korrektorat. Die meisten Lektorinnen streichen Rechtschreibfehler an, wenn sie ihnen in deinem Text begegnen. Aber sie überprüfen dein Manuskript nicht explizit auf diese Fehler. Denn dafür ist das Korrektorat zuständig, das üblicherweise erst nach dem Lektorat gemacht wird.
Viele Lektorinnen bieten auch Korrektorat an. Es ist jedoch sinnvoll, das Korrektorat nicht von derselben Person machen zu lassen, die schon das Lektorat übernommen hat. Stichwort Betriebsblindheit. Wenn man einen Text so gut kennt – und man kennt den Text extrem gut, wenn man ihn lektoriert hat – übersieht man die Fehler schneller, als wenn jemand mit frischem Blick prüft.
Der nächste Punkt liegt eigentlich auf der Hand: Ein Lektorat kann dein Manuskript nicht neu schreiben. Wenn es an allen Ecken und Enden im Text hapert, nützt dir das beste Lektorat nichts. In dem Fall wirst du schon nach dem Probelektorat eine entsprechende Rückmeldung bekommen und die Empfehlung, deinen Text selbst (nochmals) zu überarbeiten oder ein Schreibcoaching zu absolvieren, bevor du den Text ins Lektorat gibst. Das bedeutet nicht, dass du nicht schreiben kannst oder dass dein Manuskript unrettbar schlecht ist, sondern dass du und dein Text einfach noch nicht so weit seid.
Auch ist das Lektorat kein Ghostwriting. Lektorinnen werden keinen Roman anhand deiner Outline schreiben oder ganze Kapitel selbst schreiben, die im Manuskript fehlen.
Außerdem erwähnenswert: Dein Manuskript kommt nicht komplett überarbeitet und fehlerfrei aus dem Lektorat. Die Fehler korrigieren und das Feedback einarbeiten musst du schon selbst. Wenn du das denn überhaupt tun willst, denn niemand zwingt dich dazu. Womit wir beim nächsten Punkt wären.
Warum du keine Angst vorm Lektorat haben musst
Lektorin und Autorin werden zum Dreamteam für das Manuskript. Wenn es gut läuft und die Chemie stimmt, wird daraus eine Partnerschaft, die euch beide über Jahre und mehrere Veröffentlichungen hinweg begleitet und bereichert.
Wie schade wäre es, wenn du dir diese tolle Partnerschaft selbst vorenthältst, weil du Angst hast? Angst davor, dass deine individuelle Stimme als Autorin verloren geht, dass du das ganze Manuskript umschreiben musst oder dass die Lektorin dir sagt, dass du nicht schreiben kannst.
Diese Ängste, besonders vor dem allerersten Lektorat, sind ganz normal. Aber die meisten beruhen auf Mythen und Missverständnissen. Daher verrate ich dir an dieser Stelle ein paar Wahrheiten darüber, was ein Lektorat tatsächlich ist.
Das Lektorat …
besteht nicht nur aus Kritik, sondern auch aus ganz viel Lob.
sieht nicht nur die Schwächen, sondern auch die Stärken.
beurteilt nicht dich als Autorin, sondern schaut auf den Text.
macht deinen Text nicht zum Einheitsbrei, sondern bringt deine Stimme zum Strahlen.
arbeitet nicht mit dem Holzhammer, sondern mit Fingerspitzengefühl.
will dich nicht kleinmachen, sondern dich unterstützen.
möchte nicht die Probleme betonen, sondern das Potenzial deines Manuskripts herausarbeiten.
erteilt keine Befehle, sondern macht Vorschläge, die du annehmen kannst oder eben nicht.
will deinen Text nicht auseinandernehmen, sondern ihn stabil, rund und stark machen.
ist keine richtende Instanz, sondern eine helfende Hand.
bringt nicht nur diesem Manuskript etwas, sondern all deinen zukünftigen Texten.
urteilt nicht subjektiv, sondern setzt Wissen über das Schreibhandwerk und Erfahrungen mit Texten und Buchmarkt ein.
ist nicht dein Feind, sondern kann zu deinem größten Fan werden.
Für wen sich ein Lektorat lohnt
Ein Lektorat lohnt sich grundsätzlich für jedes Manuskript und alle Schreibenden. Du wusstest, dass ich das sagen würde, oder?
Natürlich gibt es Einschränkungen. Wenn Schreiben für dich ein Hobby ist und du keine Veröffentlichung anstrebst, ergibt ein Lektorat wenig Sinn. Es sei denn, du legst Wert darauf, fundiertes Feedback zu bekommen und dich und dein Schreiben weiterzuentwickeln. Das kannst du prima auch ohne Lektorat, einfach mit Schreibratgebern und viel Übung, aber es steht dir auch frei, ein professionelles Lektorat zu buchen.
Auch wenn du ausschließlich Lyrik verfasst, ist ein Lektorat nicht unbedingt sinnvoll. Ich kenne auch nicht so viele Lektorinnen, die explizit Gedichte lektorieren. Aber auch hier: Wenn dir Feedback wichtig ist und du das Gefühl hast, dass ein Lektorat der beste Weg ist, solches Feedback zu bekommen, dann nur zu. Es lohnt sich, wie gesagt, für alle Schreibenden.
Ganz besonders lohnenswert ist es, wenn du die Absicht verfolgst, deinen Text zu veröffentlichen. Selfpublisher betrachten ein professionelles Lektorat durch eine freie Lektorin in vielen Fällen als ein Muss und einer der wichtigsten Punkte auf der To-Do-Liste im Veröffentlichungsprozess.
Wenn du als Autorin noch ganz am Anfang stehst, dein erstes Manuskript fertiggestellt hast, liegt der Nutzen eines Lektorats auf der Hand. Selbst, wenn du schon zig Schreibratgeber gewälzt hast, Feedback von Testlesenden eingeholt hast und deinen Text mehrmals selbst überarbeitet hast: Dir fehlt die Schreiberfahrung.
Aber auch als alter Schreibhase mit mehreren Veröffentlichungen lohnt es sich für dich, deinen Text professionell lektorieren zu lassen. Auch hier ist Betriebsblindheit das Stichwort. Wenn du etwas schon lange Zeit machst, auf immer die gleiche oder sehr ähnliche Art und Weise, siehst du die kleinen Fehler nicht mehr, die sich zwangsweise einschleichen. Ein zweites Paar Augen auf dem Text macht sie sichtbar. Ein zweites, professionelles Augenpaar kann für regelrechte Offenbarungen sorgen.
Vielleicht hast du bereits Schreiberfahrung, wagst dich mit deinem neuen Projekt allerdings in ein anderes Genre oder eine andere Perspektive. Zum Beispiel warst du bisher in Krimis zuhause, hast nun aber eine süße Romance verfasst. Eine Lektorin mit entsprechendem Genrefokus merkt sofort, wenn etwas im Manuskript nicht passt und kann dich dabei unterstützen, deine neue Zielgruppe richtig anzusprechen.
Du merkst schon: Ein Lektorat lohnt sich für dich auf jeden Fall.
Das heißt allerdings nicht, dass du unbedingt eins brauchst!
Hieran scheiden sich die Geister. Die meisten Lektorinnen sind natürlich der Meinung, dass ohne Lektorat nichts geht, wenn du veröffentlichen willst. Und auch viele Schreibende schwören darauf und veröffentlichen nur lektorierte Texte. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden. Im Gegenteil, es ist professionell. Und es gibt dir enorm viel Sicherheit, wenn du weißt, dass du alles dafür getan hast, um deinen Lesenden das bestmögliche Buch zu präsentieren.
Aber: Kann man ein Buch auch ohne Lektorat veröffentlichen?
Natürlich. Es steht dir vollkommen frei, das zu tun. Besonders, wenn du schon sehr erfahren bist, in deinem üblichen Genre schreibst und mehrere gute, ebenfalls erfahrene Testlesende hast.
Bedenke jedoch, was ein Lektorat dir nützen kann, auch über das einzelne Manuskript hinaus, und dass besonders im Selfpublishing inzwischen viele Lesende darauf achten, ob ein Buch professionell lektoriert wurde. Es reicht ein Blick ins Impressum und wenn dort kein Lektorat angegeben ist, wird das Buch extra kritisch unter die Lupe genommen.
Wenn dich etwas anderes davon abhält, dein Manuskript lektorieren zu lassen – zum Beispiel das Geld – so bieten die meisten Lektorinnen Lösungen an. Oft ist eine Bezahlung in Raten möglich oder du lässt nur Teile des Textes lektorieren. Auch ein Manuskriptgutachten oder ein Plotcheck, die günstiger sind als ein Lektorat, bringen unheimlich viel.
Ja, ich brauche ein Lektorat
Na, leuchtete beim Lesen dieses Artikels eine Glühbirne in deinem Kopf auf und dir ist klargeworden:
"Ja, ich brauche ein Lektorat (oder ein Manuskriptgutachten oder einen Exposécheck)!"
Dann hast du Glück, denn du befindest dich zufällig auf der Website einer Lektorin. Hi, it’s me. Wenn du innerhalb der Phantastik und/oder Romance schreibst und eine einfühlsame Lektorin suchst, dann frag mich gerne unverbindlich per Mail an.
Ich hoffe, dieser Beitrag war informativ und hilfreich, damit du die Entscheidung "Lektorat oder nicht?" für dich treffen kannst. Schau unbedingt bald wieder hier im Leuchtturm-(B)Log vorbei. In Zukunft habe ich da nämlich noch etwas für dich, dass dir dabei helfen, dein Manuskript reif für s Lektorat zu machen.
Auf Wiederlesen!
XOXO
Harlow 🖤






Kommentare